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Strom Lexikon

Buchstabe B

Becquerel

(Bq): Maßeinheit für Radioaktivität. 1 Bq entspricht dem Zerfall eines Atomkerns pro Sekunde.

Der französische Physiker Alexandre-Edmond Becquerel entdeckte 1839 den photovoltaischen Effekt: Bei Bestrahlung einer Silberelektrode tritt in einem Elektrolyt elektrische Spannung auf.

Benutzungsdauer

Die Benutzungsdauer gibt an, wie viele Stunden ein Endkunde das elektrische Netz tatsächlich belastet hat. Errechnet wird die Benutzungsdauer aus dem Quotienten der Gesamtarbeit über 12 Monate und der höchsten Last in diesem Zeitraum. Die maximale Benutzungsdauer über die 12 Monate eines Abrechnungszeitraumes beträgt 8.760 h. Bei dieser hohen Nutzungsdauer wird zu jedem Zeitpunkt der 12 Monate die gleiche elektrische Leistung aus dem Netz entnommen. In der Regel liegt die tatsächliche Benutzungsdauer von Endverbrauchern zwischen 1.500 und 4.500 h. Formel zur Errechnung der Benutzungsdauer: H = Arbeit (kWh) / Pmax (kW)

Bifacial-Zelle

Solarzelle, die Licht von zwei Seiten verwerten kann.

Biomasse

Bei energetisch verwertbarer Biomasse lassen sich zwei Kategorien unterscheiden: auf der einen Seite organische Stoffe von Haushalten, Industrie sowie Land- und Forstwirtschaft, wie z. B. Hausmüll, Klärgas, Tierrestprodukte (Gülle, Mist) oder Holzabfälle; auf der anderen Seite Pflanzen, die ausdrücklich zum Zwecke der Energieerzeugung angebaut werden. Biomasse hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Träger erneuerbarer Energien entwickelt. Die Verwertung von Biomasse findet vielerorts in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, also bei kombinierter Produktion von Strom und Wärme, statt.

Mit 5,5 Prozent Anteil am gesamten Wärmeverbrauch der Deutschen war Biomasse im Jahr 2006 unter den erneuerbaren Energien ausschlaggebend für diesen Markt. Beim Stromverbrauch haben erneuerbare Energien mit 11,8 Prozent zwar den größten Anteil neben Kohle- und Atomstrom. Dazu trug Biomasse 2006 aber nur drei Prozent bei.

Blindleistung

Elektrische Leistung, die zum Aufbau von magnetischen Feldern benötigt wird. Blindleistung wirkt nicht in Form von mechanischer Arbeit oder Wärme. Die Blindleistung wird durch Stromzähler nicht erfasst und nicht berechnet.

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Blockheizkraftwerke (BHKW) dienen der Erzeugung von Elektrizität und Wärme, welche normalerweise zur Versorgung zumeist nahegelegener Wohnungen und Betriebe verwendet werden. Bei dieser Energiegewinnung werden ölgetriebene Verbrennungsmotoren oder Gasturbinen eingesetzt.

Braunkohleschutzklausel

Aufgrund staatlicher Subventionierungen von ostdeutscher Braunkohle müssen per Gesetz in den neuen Bundesländern 70% des Stroms aus Braunkohle gewonnen werden. Deshalb haben die Netzbetreiber aus den neuen Bundesländern bis Ende 2003 die Möglichkeit, den Netzzugang für Elektrizität aus den alten Bundesländern zu verweigern, um eine Nutzung der heimischen (und subventionierten) Braunkohle zu gewährleisten.;

Brennstoffzellen als Energiequellen

Brennstoffzellen setzen die chemische Energie von Wasserstoff oder anderen energiereichen Verbindungen - wie etwa flüssigem Methanol - unmittelbar in Strom und Wärme um. Sie erreichen dabei einen Wirkungsgrad von bis zu 85 Prozent, arbeiten geräuschlos, emissionsarm oder -frei und sind leichter als herkömmliche Batterien oder Akkus. Diese neue Art der Energiegewinnung, bei der nur Wasser übrig bleibt, wird bisher vor allem von Automobilkonzernen erforscht und angewandt. Doch auch für die dezentrale Energieversorgung auf See, beim Camping oder Sport gewinnt die Wasserstofftechnologie weltweit an Bedeutung.

Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) mit Sitz in Bonn hat 2005 ihre Arbeit aufgenommen und ist aus der Regulierungsbehörder für Post und Telekommunikation hervorgegangen. Die BNetzA gewährleistet und überwacht den Wettbewerb in Netzmärkten. Im Energiebereich ist sie unter anderem dafür zuständig, die Netznutzungsentgelte zu genehmigen.

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