Strom Lexikon
Buchstabe H
Heizkraftwerke
Zumeist mit Kohle, seltener mit Erdöl oder Müll betriebene Kraftwerke. Sie erzeugen Wärme und Strom.
Hochspannung
Elektrische Spannung über 1000 Volt (1kV).
Höchstleistung
Höchstleistung ist die größte elektrische Leistung, die während einer bestimmten Zeitspanne aufgetreten ist.
Höchstspannung
Dient zur überregionalen Energieübertragung. Die Spannungsebene ist definiert ab 150.000 Volt (150 kV).
Hochtemperaturreaktor
Eine Reaktorart, die über ein besonders hohes Maß an nutzbarer Wärme verfügt. Besondere Baustoffe ermöglichen eine Betriebstemperatur von ca. 800-1100 Grad Celsius, während konventionelle Reaktoren nur ca. 350-380 Grad erreichen. Die Wärme wird darüber hinaus nicht über Wasser, sondern in der Regel mit Heliumgas zu einem Wärmetauscher übertragen.
Holzpellets
Holzpellets sind Presslinge aus zerkleinertem Holz. Die zylindrischen Holzpellets gibt es in verschiedenen Größen mit einem Durchmesser von wenigen Millimetern bis hin zu einigen Zentimetern.
Sie dienen als Brennmaterial für voll automatisierbare Öfen und können damit ähnlich unkompliziert wie Erdgas und Heizöl eingesetzt werden. Die Energiedichte liegt bei etwa der Hälfte von der von Heizöl, das notwendige Speichervolumen steigt also auf das doppelte an -- dafür fallen die Sicherheitseinrichtungen etwa für die Heizöltanks weg.
Wie bei allen Biomasse-Arten sind auch Holzpellets in den natürlichen Kohlenstoff-Kreislauf integriert und setzen dieses Treibhausgas in der Bilanz nicht frei.
Hot-Dry-Rock-Verfahren
Die Hot-Dry-Rock-Technik bezeichnet ein Verfahren zur Nutzung der Erdwärme. Zunächst wird ein vertikales Loch in die Erde gebohrt, bis eine Tiefe mit der gewünschten Gesteinstemperatur erreicht wird. Wenn man dem Gestein direkt die Wärme z.B. mittels Wasser als Wärmetransportmedium entziehen würde, wäre das Bohrloch bald unbrauchbar. Die schlechte Wärmeleitfähigkeit des Gesteins verhindert, dass ausreichend Wärme aus der Umgebung des Bohrlochs nachgeliefert werden kann. Stattdessen wird am unteren Ende des Bohrlochs eine Sprengung durchgeführt, die es rund um die Bohrung zerklüftet. Wenn man jetzt die Wärme entnimmt, erreicht man mit dem Wasser ein viel größeres Gesteinsvolumen über die vergrößerte Oberfläche des gesprengten Gesteins. Neben dem hohen Aufwand für die tiefe Bohrung muss das Kraftwerk nach einiger Zeit versetzt werden, weil die Wärme dem Gesteinsbereich weitgehend entzogen wurde.;
Hybridantrieb
Der Hybridantrieb bezeichnet einen Antrieb, der auf zwei oder mehreren Prinzipien beruht.
Bei Kraftfahrzeugen, die sowohl im Stadt- wie auch im Überlandverkehr eingesetzt werden, kann ein aus Elektro- und Verbrennungmotor bestehender Antrieb eingesetzt werden.
Bei einem solchen Fahrzeug wird während des Verbrennungsmotorbetriebs die Batterie über den Generator aufgeladen, so dass der Elektromotor während einer Stadtfahrt oder im Stau das Fahrzeug weiterbewegt. Sollte währenddessen die Batterie aufgebraucht sein, kann der Verbrennungsmotor wieder eingeschaltet werden.
Vorteil dieses Konzeptes ist, dass der bei Stadt- und Staufahrten sehr uneffiziente und durchgehend Kraftstoff verbrauchende Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor abgelöst wird, der im Stand keine Energie verbraucht und zudem unabhängig von der Last einen sehr hohen Wirkungsgrad besitzt. Bei langen Fahrten über Land wird der Verbrennungsmotor eingesetzt, der auf einen Kraftstoff mit hoher Energiedichte - Benzin oder Diesel - zurückgreift. Beide Antriebsarten werden entsprechend ihrer Vorteile eingesetzt. Nachteil dieses Konzeptes ist die hohe Komplexität des Antriebes.


