Thermikkraftwerk
Ein Thermikkraftwerk produziert Strom mit Hilfe von sonnenerwärmter Luft. Es wird auch Aufwindkraftwerk genannt.
Funktionsweise eines Thermikkraftwerks
Das Funktionsprinzip eines Thermikkraftwerks ist unkompliziert. Die Sonne scheint durch ein Glas- oder luftdurchlässiges Kunststoffdach durch, den sogenannten Kollektor. Sie heizt den Boden des Kollektors und die Luft darunter auf, wie in einem Treibhaus. In der Mitte der Anlage befindet sich ein Kamin, durch den die aufsteigende erwärmte Luft nach oben strömt. So entsteht ein Aufwind, den die Turbine in elektrischen Strom umwandelt. Auf dem Boden der Anlage befinden sich Wasserschläuche oder mit Wasser gefüllte Behälter. Diese nehmen tagsüber Wärme auf, um sie nachts wieder abzugeben. Auf diese Art kann rund um die Uhr Strom produziert werden.
Turbinen
In einem Thermikkraftwerk können zwei Arten von Turbinen verwendet werden:
- Horizontalachsenturbine
Diese Turbine liegt auf dem Boden, direkt unter der Kaminöffnung. - Vertikalachsenturbine
Die Vertikalachsenturbine liegt am unteren Ende des Kamins.
Leistung eines Thermikkraftwerks
Die Leistung eines Thermikkraftwerks ist, neben der Intensität der Sonneneinstrahlung, von zwei weiteren Faktoren abhängig:
- Kollektorfläche
Je größer die Fläche ist, desto mehr Luft erwärmt sich und steigt schneller in den Kamin auf. - Kaminhöhe
Die Kaminhöhe bestimmt die Druckdifferenz zum Boden, das heißt, je größer die Differenz, desto schneller strömt die Luft in den Kamin.
Damit ein Thermikkraftwerk effizient arbeitet, muss es eine entsprechende Kollektorfläche und Kaminhöhe haben.
Vorteile eines Thermikkraftwerks
- Sonnenstrahlung ist eine erneuerbare Energiequelle
- Das Prinzip ist unkompliziert
- Niedrige Betriebskosten
Nachteile eines Thermikkraftwerks
- Hohe Investitionskosten
- Die Anlagen sind nur in Gebieten mit hoher Sonneneinstrahlung wirtschaftlich nutzbar


